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Chronik Kurzfassung


  • 1003 Ersterwähnung von Buer

    Graf Balderich von Hamaland und seine Frau Adela übertragen (zu ihrem Seelenheil) am Weihetag des Erlöser- und Marienaltars, dem Hauptaltar (principale altare) der Benediktinerabtei Deutz 3 Hufen (tres mansos) und die Zehnten von 4 Hufen (decimas quatuor mansorum) in "Puira" (Buer).

  • 1448 Verleihung der Freiheitsrechte

    Das Dorf Buer wird durch den Landesherrn, den Kölner Erzbischof Dietrich von Moers, am 14. April 1448 zu einer Freiheit erhoben, einer aus der Landgerichtshoheit des Vestes Recklinghausen ausgesonderten Siedlungsgemeinschaft mit stadtähnlicher Selbstverwaltung (2 Bürgermeister und 9 Ratsmänner) und eigenem Recht (Immunität, Markt, Niedergerichtsbarkeit, Asyl) und dem Landesherrn direkt unterstellt. Der Bürgermeister führt als Amtssiegel eine bewurzelte Gerichtslinde mit dem angelehnten kurkölnischen Wappen (Schild mit schwarzem Kreuz).

  • 1688 Großer Brand

    "Demnach die Freyheit Buhr im Vest Recklinghausen sampt Kirchen, Turm und Klocken am 25. May letzthin durch ein unversehend entstandene Feursbrunst in geschwinder eyll jämerlich abgebrandt, und von ungefehr 90 heuser nur allein fünff stehen blieben, bey welchem Unglück nicht allein 5 o[der] 6 Menschen umb ihr Leben kommen, sondern auch ein Jeder sein Leben zu salwiren dem feur entlauffen und alles darahn geben müssen." - Dem Großbrand fallen auch das Bürgerbuch und das Original der Freiheitsurkunde zum Opfer.

  • 1811 Napoleon begründet die Mairie Buer (Bürgermeisterei Buer)

    Napoleon errichtet das Großherzogtum Berg, zu dem auch das Vest Recklinghausen mit Buer gehört. Mit der gleichzeitigen Einführung der französischen "Municipal-Verwaltung" (Gemeindeverfassung) wird die "Freiheit Buer" als verwaltungsmäßige Einheit aufgehoben und die Mairie Buer gegründet zu der auch Horst, Westerholt und der größte Teil Gladbecks gehören.

  • 1872 Geburtsjahr Zeche Hugo I

    In Buer wird mit dem Abteufen des ersten Schachtes der Zeche Hugo I begonnen. Auswärtige Arbeitskräfte mit ihren Familien ziehen zu.

  • 1911 Kaiser Wilhelm II erhebt Buer zur Stadt

    Mit 67 018 Einwohnern wird Buer am 27. Februar durch den preußischen König und deutschen Kaiser Wilhelm II zur Stadt erhoben und scheidet aus dem Landkreis Recklinghausen aus. Das Amt Buer, zu dem noch Westerholt gehörte, wird aufgelöst. Neben dem Rathaus wird ein Lyzeum errichtet.

  • 1922 Buer wird mit 100 000 Einwohnern Großstadt

    Es ist die erste Großstadt im Vest Recklinghausen und die 47. in Deutschland. Die Zeitung "Neueste Nachrichten" wird in "Buersche Volkszeitung" umbenannt.

  • 1928 Zusammenschluß mit Gelsenkirchen und Horst zu GE-Buer

    Buer (100 677 Einwohner) wird am 1. April mit Horst (25 096 Einwohner) und Alt-Gelsenkirchen (213 804 Einwohner) zu einer neuen Großstadt mit dem Namen ‚GE-Buer' zusammengelegt.

  • 1930 Änderung des Stadtnamens "GE-Buer"

    Durch Mehrheitsbescheid wird der Stadtname von GE-Buer in "Gelsenkirchen" geändert.

  • 2003 Festwochen zum 1000jährigen Jubiläum (14.06. bis 20.07.2003)

Quelle: Buersches Lesebuch

 

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